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Knappe Entscheidung beim Lackierer-Wettbewerb auf der Automechanika Frankfurt 2022

19.09.2022

Mit beeindruckenden Ideen, großem technischen Können und viel Leidenschaft haben es die fünf Teilnehmer des Automechanika-Body & Paint-Wettbewerbs der neunköpfigen internationalen Jury in diesem Jahr richtig schwer gemacht. Am Ende staubte einer der Fahrzeuglackierer sogar doppelt ab. Den 1. Preis der Jury gewann Sebastian Schunder aus Eckental (Bayern), unterstützt von SATA.

Angetreten waren in diesem Jahr fünf Lack- und Karosserie-Profis zum Motto „Mobilität im Wandel“. Die im Vergleich zum letzten Mal neunköpfige Jury, erweitert um Alexander Hagemann, den letztjährigen Gewinner beim internationalen Wettbewerb, den Chefredakteur Simon Wait vom Bodyshop Magazine aus England und den Influencer Mike Püllen, saß auf der Messe über zweieinhalb Stunden zusammen. Bewertet wurden die lackierten Motorhauben nach technischer Perfektion, kreativem Design und handwerklichem Können.

Jurymitglied Michael Rehm, Chefredakteur vom Lackiererblatt, fasste die Stimmung später auf der Bühne bei der Preisverleihung zusammen: „In diesem Jahr waren echte Design-Profis am Werk, von denen sich einige sogar auf diese Facette des Lackiererberufs spezialisiert haben. Entsprechend vielseitig und raffiniert wurde das Motto umgesetzt. Und entsprechend schwer fiel uns die Entscheidung.“ Alexander Hagemann ergänzte: „Nur live und vor Ort wirken die Kunstwerke in all ihrer Pracht. Vor dem Besuch der Messe hatte ich aufgrund der Unterlagen und Bilder, die mir als Jurymitglied vorlagen, einen klaren Favoriten, was sich dann aber vor Ort schnell geändert hat.“

Wolfgang Auer, Initiator des Wettbewerbs und Chefredakteur der Fachzeitschrift fml, unterstrich erneut: „Wir möchten mit dem Wettbewerb der Berufsgruppe der Lackierer und diesem Handwerk eine verdiente Bühne bieten. Die Automechanika ist die ideale Plattform für alle Autoberufe, auch für den des Fahrzeuglackierers. Einige führende Lackhersteller konnten wir auch in diesem Jahr wieder als Sponsoren gewinnen. Sie haben die Betriebe angesprochen und die Kandidaten begleitet bei ihren Arbeiten.“

Jens Gersmeier, Marketing Specialist bei der BASF Coatings GmbH, betonte den außergewöhnlichen Team-Spirit: „Uns freut es, hier auf der Messe mit zwei Teilnehmern, René Werl und Holger Schmidt, als Team Glasurit aufzutreten. Die beiden haben sich untereinander sehr unterstützt, das war eine schöne Erfahrung.“ Am Ende war René Werl aus dem Betrieb ALJO in Harrislee, mit seinem „Deep-Candy“-Design zweifach erfolgreich. Er gewann den Publikumspreis und den zweiten Preis der Jury.

Seit 20 Jahren arbeitet René Werl in Sachen Lack & Design. Was seine größte Herausforderung war? „Das Motto klar und leicht verständlich für den Betrachter zu gestalten, die Motive und Techniken sollten überzeugend sein und sich stimmig im Gesamten darstellen.“ Das erste Design stellte der Teilnehmer am Handy zusammen und verfeinerte es in den letzten Monaten immer weiter.

Erster Preis der Jury ging an Sebastian Schunder

Die Begründung der Jury für den ersten Sieger war: „Die Haube von Sebastian Schunder hat ein stimmiges Konzept. Handwerklich ist es perfekt umgesetzt. Es wurden dezente Farben gewählt und genau die richtigen. Kurzum: Von A-Z klar durchgezogen. Manchmal ist weniger einfach mehr!“

Für den 33-jährigen Preisträger stand der ökologische Aspekt von Anfang an im Vordergrund. Die Ideenfindung dauerte eine Woche. Schunder wollte möglichst ressourcenschonend arbeiten: „Um Nachhaltigkeit auch in der Praxis umzusetzen, habe ich mich für eine gebrauchte Motorhaube als Untergrund entschieden.“ Die Haube gehört zu einem Audi A6 Avant und war leicht beschädigt, bevor er sie für sein Projekt einsetzen konnte. Die Abdeckarbeiten beim Lackieren machte Schunder mit Abdeckpapier, das er einmalig verwendete und nicht ersetzte, um Material zu sparen. Die Klarlackschichten ließ er über Nacht trocknen. „Das spart Wärme und Energie“, erklärte der Lackprofi.

Erfahren hat er von dem Wettbewerb über eine Fachzeitschrift, in der er zufällig blätterte. Beim nächsten Zusammentreffen mit dem Außendienst-Mitarbeiter von SATA, Sponsor des Wettbewerbs, sprach er das Thema an. Seit 2020 hat Schunder seinen Meister, fünf Wochen hat er an der Haube gearbeitet.

Holger Schmidt, der mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde, nahm zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil. Er unterstützt den Bundesverband in Sachen Nachwuchs auch bei den Aktionen für Schüler. „Der Beruf des Lackierers hat leider nicht den besten Ruf. Deshalb haben wir uns entschieden, mehr Jugendarbeit zu machen. Wir hatten am Stand über 500 Jugendliche an 5 Messetagen zu Gast, die kleine Autos mit Airbrush-Pistolen lackiert haben. Schüler mit Abschluss der 10. Klasse aber auch Berufsschüler waren da.“

Die Hauben von Guido Folco und Peter Litger (4. und 5. Platz) erzählten ebenfalls große Geschichten und bewiesen künstlerisches Können und viel Leidenschaft. SATA belohnte dies spontan bei der Preisverleihung mit zwei Lackierpistolen aus deren neuester Serie. 

Guido Folco war erleichtert, als die Deadline zur Abgabe nochmal nach hinten verschoben wurde. „Ich habe jeden Tag nach der Arbeit von 16 - 20 Uhr an der Haube gearbeitet. Und das vier Wochen lang.“ Folco verwendete Elektrolacke, was das Zeitmanagement erschwerte. Für die Freundin blieb da wenig Zeit. „Die Lacke müssen ausdampfen“, so der junge Fahrzeuglackierer. „Ich habe es jedoch sehr genossen, einmal frei arbeiten zu können“, so Folco. 

Die nächste Automechanika Frankfurt findet vom 10. bis 14. September 2024 auf dem Frankfurter Messegelände statt.

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Dr. Ann-Katrin Klusak

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