Führende Köpfe der Automechanika

Führende Köpfe der Automechanika: Im Gespräch mit Stephan Kurzawski, Bereichsleiter der Messe Frankfurt und verantwortlich für alle Automechanika-Messen weltweit und Thomas Aukamm, Leiter der Automechanika Frankfurt.


         
Stephan Kurzawski      Thomas Aukamm
Brandmanager            Leiter Automechanika
Automechanika           Frankfurt

Frage: Herr Kurzawski, Sie sind ein alter Hase im Messegeschäft. Was macht Ihrer Meinung nach das Marketinginstrument „Messe“ auch nach 800 Jahren noch so erfolgreich?

Besonders in Deutschland sind Messen wichtige Exportplattformen für kleinere und mittlere Unternehmen. Für sie sind Messen immer noch das Marketinginstrument Nummer Eins. Kein Wunder: Fünf der zehn umsatzstärksten Messegesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland. Messen geben einen Gesamteindruck zum Marktgeschehen, sie sind die Drehscheibe für Innovationen. Aussteller können dort ihre Produktvariationen zeigen, bestehende Kontakte pflegen und neue knüpfen. Sie können Erfahrungen austauschen, Fachwissen weitergeben und sich mit dem Wettbewerb vergleichen.

Frage: Welche Vorteile hat die Internationalisierung von Messen?

Seit über 20 Jahren erschließen wir für unsere Kunden neue Wachstumsmärkte im Ausland. 69 Auslandsmessen sind heute Teil unseres Messeportfolios. Im Fall der Automechanika gibt es einige Aussteller, die mit uns seit vielen Jahren um die Welt reisen. Viele von Ihnen mit dem Vorhaben, ihr Netz an Partnern im Ausland sukzessive auszubauen, um sich dann nach und nach die einzelnen Regionen in den Ländern vorzunehmen. Wieder andere suchen mit ihren Produkten den Kontakt nach Automobilherstellern oder bestimmte Maschinenhersteller. Für diejenigen, die zum ersten Mal den Schritt ins Ausland wagen, bleibt das Risiko überschaubar: der Messebesuch lässt sich leicht in einem kostengünstigen Rahmen halten.

Frage: Die Automechanika findet inzwischen an 12 Standorten weltweit statt. Welchen Stellenwert hat die Frankfurter Veranstaltung innerhalb der Messefamilie Automechanika?

Die Automechanika in Frankfurt ist unsere Nummer Eins, die Keimzelle des Erfolgs, unser Qualitätslabel. Sie ist Wegweiser in Strategiefragen und setzt die richtigen Themenschwerpunkte zum richtigen Zeitpunkt. 2008 feiern wir ein Jubiläum, denn das ist die 20. Automechanika seit Ihrem Debüt 1971.

Frage: Herr Aukamm, Sie organisieren mit Ihrem Team die Automechanika Frankfurt. Können Sie schon etwas über das Programm der Automechanika 2008 verraten?

Die Automechanika steht für Innovationen, Internationalität und für ein Produktangebot, das in dieser Breite und Tiefe auf dem internationalen Messemarkt einzigartig ist. Zur 20. Automechanika bieten wir unseren Fachbesuchern ein besonderes Rahmenprogramm: neben dem renommierten Innovation-Award, der Produktneuheiten auszeichnet, wird es einen „Green Directory“, einen umweltorientierten Besucherleitfaden, geben. Er führt Besucher zu Produkten und Services, die in den Bereichen Emissionsschutz und Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen. Außerdem avanciert die Automechanika im kommenden Jahr auch zur internationalen Leitmesse für das Carwash-Business: Das neue Freigelände Südwest neben der Halle 10 bietet für die Aussteller aus den Bereichen Tankstelle und Autowäsche ideale Bedingungen.

Frage: Mit wie vielen Besuchern und Ausstellern rechnen Sie?

Wir rechnen mit rund 4.600 Ausstellern, 165.000 Fachbesuchern. Dabei gehen wir davon aus, dass der Anteil an internationalen Besuchern und Ausstellern so hoch sein wird wie 2006. Damals kamen 80 Prozent der Aussteller aus dem Ausland nach Frankfurt und knapp 40 Prozent der Besucher. Die Automechanika ist und bleibt die internationalste und größte Veranstaltung ihrer Branche: auch in diesem Jahr wird wieder das gesamte Messegelände in Frankfurt belegt sein.

Frage: Was macht die Automechanika zu einem Branchenevent, den man auf keinen Fall verpassen sollte?

Die Automechanika ist das Mekka der Zuliefererindustrie, der Werkstätten und des Handels. Die kommende Veranstaltung wird zeigen, wo die Reise hingeht. Neben den zahlreichen Produktneuheiten, die es für die Fachbesucher innerhalb der einzelnen Produktgruppen zu sehen geben wird, werden wir zur Messe eine Automechanika-Studie veröffentlichen, die die Auswirkungen der Klimadiskussion auf den automobilen Aftermarkt bis ins Jahr 2020 behandelt. Sie gibt wichtige Handlungsempfehlungen für anstehende Innovationsentscheidungen. Aber auch bei der Automechanika Academy werden aktuelle Themen des Aftermarkets diskutiert und Lösungen geboten. Alles Gründe, die deutlich machen: Ein Besuch in Frankfurt lohnt sich!



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